Title: U-Wert, G-Wert, Uw-Wert: Fenster-Kennwerte einfach erklärt
Author: IKKUNA GmbH
Published: 3. Juni 2026
Last modified: 15. Juni 2026

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# U-Wert, G-Wert, Uw-Wert: Fenster-Kennwerte einfach erklärt

 Veröffentlicht am 3. Juni 202615. Juni 2026 von [IKKUNA GmbH](https://www.ikkuna.com/blog/author/ikkuna-gmbh/)

Wer neue Fenster kauft, begegnet unweigerlich Begriffen wie U-Wert, G-Wert und Uw-
Wert. Doch was genau verbirgt sich hinter diesen Kennwerten und warum sind sie für
die Auswahl von Rahmen und Verglasung so wichtig? Kurz gesagt: Diese drei Werte 
beschreiben, wie gut ein Fenster dämmt und wie viel Sonnenwärme es durchlässt. Sie
sind damit die wichtigste **Entscheidungshilfe für energieeffizientes Bauen**. In
diesem Beitrag erfahren Sie, wie die Kennwerte zusammenhängen, welche gesetzlichen
Vorgaben Sie beachten müssen und worauf es bei der Auswahl in der Praxis ankommt.

Nutzen Sie für Ihre Projekte unsere [Fenster aus Hamburg](https://www.ikkuna.com/)
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## Inhaltsverzeichnis

 1. [Das Wichtigste in Kürze](https://www.ikkuna.com/blog/fensterkennwerte-u-wert-g-wert-uw-wert/?output_format=md#das-wichtigste-in-kuerze)
 2. [U-Wert: Wärmedurchgangskoeffizient](https://www.ikkuna.com/blog/fensterkennwerte-u-wert-g-wert-uw-wert/?output_format=md#u-wert-waermedurchgangskoeffizient)
 3. [G-Wert: Solare Gewinne durch Verglasung](https://www.ikkuna.com/blog/fensterkennwerte-u-wert-g-wert-uw-wert/?output_format=md#g-wert-solare-gewinne-durch-verglasung)
 4. [Uw-Wert: Gesamtbewertung des Fensters](https://www.ikkuna.com/blog/fensterkennwerte-u-wert-g-wert-uw-wert/?output_format=md#uw-wert-gesamtbewertung-des-fensters)
 5. [Einordnung und gesetzliche Anforderungen](https://www.ikkuna.com/blog/fensterkennwerte-u-wert-g-wert-uw-wert/?output_format=md#einordnung-und-gesetzliche-anforderungen)
 6. [Auswahlkriterien für energieeffiziente Fenster](https://www.ikkuna.com/blog/fensterkennwerte-u-wert-g-wert-uw-wert/?output_format=md#auswahlkriterien-fuer-energieeffiziente-fenster)
 7. [FAQ](https://www.ikkuna.com/blog/fensterkennwerte-u-wert-g-wert-uw-wert/?output_format=md#faq)
 8. [Zusammenfassung und Fazit](https://www.ikkuna.com/blog/fensterkennwerte-u-wert-g-wert-uw-wert/?output_format=md#zusammenfassung-und-fazit)

## Das Wichtigste in Kürze

 * Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) beschreibt, wie viel Wärme ein Fenster
   nach außen verliert. Je niedriger der Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.
 * Der G-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) gibt an, wie viel Sonnenenergie durch
   das Glas in den Raum gelangt. Hohe Werte sind im Winter nützlich, können aber
   im Sommer zur Überhitzung führen.
 * Der Uw-Wert bewertet das Fenster als Gesamtsystem aus Verglasung (Ug-Wert) und
   Rahmen (Uf-Wert) und ist maßgeblich für Energieausweise sowie Förderanträge.
 * Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt für Neubauten und Sanierungen konkrete
   Maximalwerte vor. KfW-Förderprogramme und der Passivhausstandard stellen teils
   deutlich strengere Anforderungen.

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## U-Wert: Wärmedurchgangskoeffizient

Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie viel Heizwärme pro Quadratmeter
verloren geht, wenn sich die Temperatur zwischen innen und außen um ein Grad unterscheidet.
Gemessen wird dies in der Einheit **Watt pro Quadratmeter** und **Kelvin **(W/m²
K). Hier gilt die einfache Regel: Je niedriger der Wert, desto besser die Dämmung
und desto geringer die Heizkosten.

Da ein Fenster aus verschiedenen Komponenten besteht, unterscheidet man drei Werte:

 * **Ug-Wert** (_g für glazing_): beschreibt den Wärmeverlust durch das Glas
 * **Uf-Wert** (_f für frame_): misst den Wärmeverlust durch den Rahmen
 * **Uw-Wert** (_w für window_): bewertet das Fenster als Gesamtsystem

In der Praxis dämmt der Rahmen fast immer schlechter als das Glas. Insbesondere 
Aluminiumrahmen sowie **konstruktive Übergänge und Verstärkungen** können die Wärmedämmung
gegenüber moderner Wärmeschutzverglasung verschlechtern. Ein exzellentes Glas verliert
daher massiv an Wirkung, wenn es mit einem schlecht dämmenden Rahmen kombiniert 
wird. Für ein energieeffizientes Gebäude müssen Rahmen und Verglasung deshalb immer**
optimal aufeinander abgestimmt** sein.

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## G-Wert: Solare Gewinne durch Verglasung

Der G-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) gibt an, wie viel Sonnenenergie als Wärme
durch das Glas in den Innenraum gelangt. Der Wert wird als Zahl zwischen 0 und 1
oder **in Prozent** angegeben. Ein G-Wert von 0,60 bedeutet beispielsweise, dass
60 % der auftreffenden Sonnenenergie den Raum erwärmen.

Der G-Wert setzt sich dabei aus zwei Komponenten zusammen. Erstens die **direkte
solare Einstrahlung**: Dieser Anteil der Sonnenenergie – auch transmittierter Anteil
genannt – tritt unmittelbar durch die Scheibe in den Raum ein. Zweitens die **indirekte
Wärmeabgabe**: Ein Teil der auftreffenden Strahlung wird von der Verglasung absorbiert,
erwärmt das Glas und wird anschließend als langwellige Wärmestrahlung in den Innenraum
abgegeben. Der G-Wert summiert beide Effekte und beschreibt damit den gesamten solaren
Energiefluss durch die Verglasung.

In der Heiz- und Kühlbilanz eines Gebäudes spielt der G-Wert eine doppelte Rolle:
Im Winter sind hohe solare Gewinne erwünscht, da sie den Heizbedarf senken. Im Sommer
hingegen kann ein hoher G-Wert zur Überhitzung führen, wenn kein geeigneter Sonnenschutz
vorhanden ist. Die optimale Wahl des G-Werts ist daher immer eine Einzelfallentscheidung.
Sie hängt davon ab, in welche **Himmelsrichtung **die Fenster zeigen, wie **groß
die Glasflächen** sind und wie die Räume genutzt werden.

Der G-Wert lässt sich durch **spezielle Beschichtungen** und den Aufbau des Fenstersystems
gezielt beeinflussen. Sonnenschutzglas ist häufig mit einer Metallbeschichtung versehen,
die kurzwellige Sonnenstrahlung reflektiert und so den Wärmeeintrag reduziert. Auch**
Mehrfachverglasungen** senken den G-Wert, da sie die Wärmespeicherung im Glasaufbau
verändern.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über typische G-Werte verschiedener Verglasungsarten:

| Fenster- bzw. Verglasungsart | G-Wert | 
| Einfachverglasung (Standardglas) | 0,75–0,90 | 
| Zweifachverglasung (Standard) | 0,60–0,65 | 
| Dreifachverglasung (Standard) | 0,50–0,55 | 
| Wärmeschutzverglasung (Zweifach) | 0,45–0,60 | 
| Wärmeschutzverglasung (Dreifach) | 0,35–0,50 | 
| Sonnenschutzverglasung (Zweifach) | 0,30–0,45 | 
| Sonnenschutzverglasung (Dreifach) | 0,20–0,35 | 
| Hochreflektierende Sonnenschutzverglasung | 0,15–0,30 |

Tabelle: Typische G-Werte nach Verglasungsart – Richtwerte, Abweichungen je nach
Hersteller und Aufbau möglich.

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## Uw-Wert: Gesamtbewertung des Fensters

**Für Energieausweise, staatliche Förderanträge** und gesetzliche Nachweise ist 
der Uw-Wert maßgeblich. Er bewertet das Fenster nicht in Einzelteilen, sondern als
Gesamtsystem aus Verglasung, Rahmen und dem dazugehörigen Randverbund.

Der Gesamtwert ist dabei keine einfache Summe aus Glas- und Rahmenwert. Die Berechnung
nach der offiziellen Norm **DIN EN ISO 10077** berücksichtigt die genauen Flächenanteile
von Glas und Rahmen sowie den sogenannten **Psi-Wert**. Dieser beschreibt den Wärmeverlust
am Übergang zwischen Glas und Rahmen. Diese thermische Schwachstelle wird in der
Praxis häufig unterschätzt: Ein hochwertiger Abstandhalter aus schlecht leitendem
Material (die sogenannte „Warme Kante“) kann den gesamten Uw-Wert spürbar verbessern.

Dieselbe hochwertige Verglasung kann je nach Rahmenmaterial zu **sehr unterschiedlichen
Uw-Werten** führen. Glas und Rahmen bestimmen den Gesamtwert immer gemeinsam und
sollten deshalb nie isoliert voneinander bewertet werden.

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## Einordnung und gesetzliche Anforderungen

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt verbindlich fest, welche U-Werte Fenster bei
Sanierungen und Neubauten einhalten müssen. Wer im Bestand einzelne Fenster austauscht,
muss einen **maximalen Uw-Wert von 1,3 W/m²K **– den gesetzlichenU₍ₘₐₓ₎-Wert – einhalten.
Bei einem reinen Austausch der Verglasung ohne Rahmen gilt ein maximaler Ug-Wert
von 1,1 W/m²K. Für Neubauten schreibt das GEG keinen festen Einzelwert für Fenster
vor, sondern fordert einen **Gesamtnachweis für das Gebäude** – hochwertige Fenster
sind dabei ein zentraler Baustein.

Parallel dazu regelt die **DIN 4108-2 **den Schutz vor sommerlicher Überhitzung.
Das GEG fordert für Neubauten einen ausreichenden sommerlichen Wärmeschutz, der 
häufig über Nachweise nach DIN 4108-2 geführt wird. Der G-Wert fließt dabei in den
Sonneneintragskennwert ein – eine Berechnung, die bewertet, ob ein Raum im Sommer
zu stark aufheizt. Wird der zulässige Grenzwert überschritten, sind Maßnahmen erforderlich:
Sonnenschutzglas, Rollladen oder Jalousien.

Für solche Verschattungselemente definiert die DIN 4108-2 sogenannte **Fc-Werte**–
Abminderungsfaktoren, die beschreiben, wie stark eine Sonnenschutzvorrichtung den
tatsächlichen Energieeintrag reduziert. Außen liegende Rollläden im geschlossenen
Zustand sind dabei besonders wirksam und erreichen Fc-Werte von 0,10 bis 0,15. Innen
liegende helle Vorhänge oder Jalousien kommen dagegen auf Werte um 0,65 bis 0,75.
Sie lassen also deutlich mehr Wärme in den Raum.

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## Auswahlkriterien für energieeffiziente Fenster

Welche Kennwerte für Ihr Projekt am wichtigsten sind, hängt ganz von der Art des
Bauvorhabens ab.

Bei einer **Altbausanierung** geht es vor allem darum, den **Wärmeverlust zu stoppen**.
Hier steht ein niedriger Uw-Wert im Vordergrund. Falls Sie für Ihr Objekt zusätzlich
Schall- oder Einbruchschutz benötigen, können Sie z. B. [Sicherheitsfenster für Berlin](https://www.ikkuna.com/sicherheitsfenster/)
nutzen.

Beim **Neubau** bestimmt vor allem die Himmelsrichtung die Werte. Große Glasflächen
nach Süden und Westen brauchen einen niedrigen G-Wert zwischen 0,30 und 0,45 sowie
Rollläden oder Jalousien, damit die Räume **im Sommer nicht überhitzen**.

Eine Ausnahme ist der **Denkmalschutz**, da Standardfenster hier fast nie infrage
kommen. Für historische Gebäude braucht es maßgeschneiderte Sonderlösungen mit originalgetreuen
Rahmenprofilen und geringen Bautiefen, die die Behörden auch genehmigen.

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## FAQ

### Was ist ein guter U-Wert für moderne Fenster?

Hier muss zwischen Fensterelementen mit Dreifachverglasung (Uw) und der reinen Verglasung(
Ug) unterschieden werden. Fensterelemente mit **Dreifachverglasung **erreichen Uw-
Werte von 0,7 bis 0,9 W/m²K. Die reine Verglasung geht inzwischen bis Ug = 0,5 W/
m²K runter. Zum Vergleich: Alte Einfachverglasungen liegen bei 5,0 W/m²K und mehr–
ein Unterschied, der sich direkt in der Heizkostenabrechnung zeigt.

### Wie unterscheidet sich der Uw-Wert vom Ug-Wert?

Der Ug-Wert beschreibt ausschließlich die **Verglasung**. Der Uw-Wert erfasst das**
gesamte Fenster** – inklusive Rahmen und Randverbund. Für Energieausweise und Förderanträge
ist stets der Uw-Wert maßgeblich.

### Welche Kennwerte sind für die KfW-Förderung relevant?

Grundlage ist der **Uw-Wert** des Gesamtfensters – je nach Programm und Effizienzhaus-
Stufe meist ≤ 0,95 W/m²K. Ergänzend spielt der **G-Wert** im Rahmen des sommerlichen
Wärmeschutznachweises nach DIN 4108-2 eine Rolle.

### Können alte Fenster nachgerüstet werden, um die Kennwerte zu verbessern?

Ein vollständiger Fenstertausch ist **in den meisten Fällen** die wirksamste Maßnahme.
Außen liegende Rollläden oder Sonnenschutzfolien können den tatsächlichen Energieeintrag
über den Fc-Wert deutlich reduzieren – am winterlichen Wärmeverlust ändern sie jedoch
wenig. Wenn Sie den U-Wert verbessern möchten, kommen Sie am Fenstertausch kaum 
vorbei.

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## Zusammenfassung und Fazit

U-Wert, G-Wert und Uw-Wert beschreiben gemeinsam die **energetische Qualität eines
Fensters**. Der U-Wert zeigt, wie viel Wärme ein Fenster im Winter nach außen verliert.
Der G-Wert beschreibt, wie viel Sonnenenergie durch die Verglasung in den Raum gelangt.
Der Uw-Wert schließlich bewertet das Fenster als vollständiges System. Er fasst 
Verglasung und Rahmen zusammen und ist die entscheidende Kenngröße für **Energieausweise**,**
Förderprogramme **und gesetzliche Nachweise.

Wer alle drei Werte kennt und auf die eigene Bausituation anwendet, trifft fundierte
Entscheidungen und vermeidet teure Fehler bei der Planung.

Als produktunabhängige Beraterinnen und Berater für Fensterlösungen entwickeln wir
für jedes Vorhaben die passende Systemlösung vom Neubau über die Altbausanierung
bis hin zu **komplexen Sonderanforderungen**. Sprechen Sie uns an: Gemeinsam finden
wir das Fenster, das zu Ihrem Gebäude, Ihrem Budget und Ihren Anforderungen passt.

## Beitragsnavigation

[Diese Schallschutzklassen gibt es bei Fenstern](https://www.ikkuna.com/blog/schallschutzklassen-fenster/)